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„Erwachsen werden im Kontext von Beruf, Arbeit und Freizeit“

Die Berufsschulstufe wird von SchülerInnen im Alter von 15-19 Jahren besucht. Sie umfasst 3 Schuljahre (10. – 12. Schulbesuchsjahr). Die einzelnen Klassen bestehen aus 6 - 8 SchülerInnen mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen.
Die SchülerInnen werden nicht mehr nur im Klassenverbund, sondern in wechselnden Leistungs- und Interessengruppen innerhalb der Berufsschulstufe unterrichtet.
Zudem findet eine Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern statt. Siehe dazu untenstehende Grafik.
Auf Grundlage der Kompetenzanalyse und eines Praktikums in der BvE besteht die Möglichkeit, auch während der Berufsschulstufenzeit in die BvE zu wechseln. Ebenso kann ein Schüler aus der BvE wieder in die Berufsschulstufe aufgenommen werden.

Folgende Prinzipien stehen in der Berufsschulstufe im Vordergrund:

Möglichst selbständiges Arbeiten (alleine, in der Gruppe, ohne direkte Anwesenheit einer Lehrkraft).
Bewusst Situationen schaffen, die eine Entscheidung erfordern und die Konsequenzen aus diesen Entscheidungen tragen.
Zeitliche und räumliche Unterrichtsverlegung (Trainingswohnen mit Freizeitgestaltung, Praktika, Exkursionen, …)
Anrede in der Sie-Form
Thematisieren und verstärktes Einfordern von Schlüsselqualifikationen
Einüben und Nutzen des ÖPNV bei Schülern, die die Voraussetzung dafür haben.

 Der Unterricht

In den Bildungsbereichen Sprache/Deutsch und Mathematik findet in der Berufsschulstufe Kursunterricht statt. Diese einheitlichen Lern-Gruppen werden nach unterschiedlichen Lernebenen (von basal-perzeptiv bis abstrakt-begrifflich) eingeteilt.

Erwachsenorientierte Arbeitsweise

Einsatz:

  • von Gebärden
  • der Unterstützten Kommunikation mit entsprechenden Hilfsmitteln
  • des Computers
  • von Freiarbeitsmaterialien und themengebundenen Arbeitsblättern
  • von Arbeitsheften. Bei diesen wird Wert darauf gelegt, dass sie dem Lernstand entsprechen und gleichzeitig nicht zu kindlich aufbereitet sind.

 

Es werden alle Lernebenen im Unterricht berücksichtigt.

Um Schülern gerecht zu werden, die für ein Praktikum außerhalb einer WfbM in Frage kommen, findet das Unterrichtsfach „Berufsvorbereitung“ statt. Praktika werden vor- und nachbereitet. Für Praktika sind Schlüsselqualifikationen wie bspw. eigenverantwortliches Arbeiten, Pünktlichkeit, Höflichkeit, sowie die selbständige Nutzung des ÖPNV nötig.
Die Schüler können ihre Kenntnisse in Deutsch und Mathe in der Freiarbeit  festigen und ausbauen.

Die Bildungsbereiche „Selbständige Lebensführung“, „Mensch in der Gesellschaft“ aus dem aktuellen Bildungsplan und ausgewählte Themenfelder werden besonders gewichtet:

Selbständige Lebensführung:

Wohnen:

Planung, Durchführung und Nachbereitung des Trainingswohnens.
Hauswirtschaftliche Tätigkeiten
Ernährung
Körperpflege
Freizeitgestaltung während des Trainingswohnen

 Freizeit gestalten und planen:

Gemeinsame Unternehmungen
Fitness
Feste feiern
AGs
Nutzen und Kennenlernen von neuen Medien
Gesellschafts- und Geschicklichkeitsspiele

 Arbeit:

Serienarbeiten
Herstellung von Produkten für den Basar-Verkauf
Durchführung des Schulkaffees
Dienstleistungen an der Schule

 Einkauf, Verkauf:

Umgang mit Geld
Nutzen eines Geldautomaten
Kalkulation

 Mensch in der Gesellschaft:

Verantwortung übernehmen in Schule und Gesellschaft
Körperhygiene
Eigene Grenzen kennen, setzen und einfordern
Thematisieren von aktuellen gesellschaftspolitischen Themen wie die Bundestagswahl oder aktuelle Nachrichten
Umgang mit Begabungen und Begrenzungen
Selbstreflexion
Umgangsformen
Verhalten in der Schule und in der Öffentlichkeit

Die Bildungsbereiche werden durch fach- und projektorientiertes Lernen umgesetzt.
Im projektorientierten Unterricht werden Vorhaben unterschiedlicher Zielsetzung von der Planung über die Durchführung bis zur Reflexion realisiert (z.B. Trainingswohnen).
Standortspezifische Gegebenheiten wie Fitness-Studio, Trainingswohnung, ÖPNV, Einkaufsmöglichkeiten wie Supermarkt, Baumarkt, Bank, Bäcker,… werden von den Schülern genutzt.

Kooperationspartner der Berufsschulstufe:

  Kooperationspartner

 


Nachschulische Einrichtungen im Überblick:

Stand: September 2017